Ovid, Ars amatoria (1 v. Chr.)

Ovid

Si quis in hoc artem populo non novit amandi,
Me legat, et lecto carmine doctus amet.
Arte citae veloque rates remoque reguntur,
Arte leves currus; arte regendus Amor.
Curribus Automedon lentisque erat aptus habenis;
Tiphys in Haemonia puppe magister erat.
Me Venus artificem tenero praefecit Amori.
Tiphys et Automedon dicar Amoris ego.

„Wer in dem Römischen Volk die Kunst zu lieben nicht kennet,
Lese nur mich, und belehrt lieb‘ er nach meinem Gedicht
Kunst regiert das hurtige Schiff mit Segel und Ruder;
Kunst das leichte Gespann : Amor‘n auch lenke die Kunst.
Tauglich Autómedon war für Wagen und biegsame Zügel;
Unter des Tiphys Befehl fuhr das Hämonische Schiff.
Mich hat Venus bestellt dem zarten Amor zum Bildner;
Amors Autómedon wird nennen und Tiphys man mich…“

Publius Ovidius Naso, Ars amatoria (Liebeskunst) (vermutl. 1 v. Chr.)

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Friedrich Gerstäcker, Die Flußpiraten des Mississippi (1848)

Friedrich Gerstäcker

Dort, wo der Wabasch die beiden Bruderstaaten Illinois und Indiana voneinander scheidet und seine klaren Fluten dem Ohio zuführt, wo er sich bald zwischen steilen Felsufern, bald zwischen blühenden Matten und blumigen Prärien oder auch unter dem ernsten Schatten und feierlichen Schweigen des dunklen Urwaldes murmelnd und plätschernd durch tausend stille Buchten drängt, mit dem Schilf und mit einzelnen schwankenden Weidenbüschen spielt und tändelt, hier bald leise und behaglich über runde Kiesel und grüne Rasen flecken dahingleitet, bald wieder plötzlich wie in tollem Mutwillen herausschießt in die Mitte des Bettes und dort, von der Gegenströmung erfaßt, kleine blitzende Wellen schlägt und glitzert und funkelt: da lagen im Frühling des Jahres 184x, die Büchsen neben sich in das schwellende Gras geworfen, zwei Männer auf einer dichtbewaldeten Anhöhe. Im Süden stemmte sich der Bergrücken dem Lauf des Stromes entgegen und zwang ihn, brausend und scheinbar unwillig über die trotzige Hemmung, wieder seitab zu fluten; mußte er doch den starren Gesellen umgehen, der weder durch das leise, schmeichelnde Plätschern der Wellen, noch durch den mächtigen Andrang der zornig aufgeschwellten Wasser hatte bewogen werden können, auch nur einen Zollbreit seines behaupteten Grundgebiets preiszugeben…

Friedrich Gerstäcker, Die Flußpiraten des Mississippi (1848)
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Friedrich Engels, Karl Marx, Das Manifest der kommunistischen Partei (1848/1890)

Communist Manifesto

Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Alle Mächte des alten Europa haben sich zu einer heiligen Hetzjagd gegen dies Gespenst verbündet, der Papst und der Zar, Metternich und Guizot, französische Radikale und deutsche Polizisten.

Wo ist die Oppositionspartei, die nicht von ihren regierenden Gegnern als kommunistisch verschrien worden wäre, wo die Oppositionspartei, die den fortgeschritteneren Oppositionsleuten sowohl wie ihren reaktionären Gegnern den brandmarkenden Vorwurf des Kommunismus nicht zurückgeschleudert hätte? Zweierlei geht aus dieser Tatsache hervor.

Der Kommunismus wird bereits von allen europäischen Mächten als eine Macht anerkannt.

Es ist hohe Zeit, daß die Kommunisten ihre Anschauungsweise, ihre Zwecke, ihre Tendenzen vor der ganzen Welt offen darlegen und dem Märchen vom Gespenst des Kommunismus ein Manifest der Partei selbst entgegenstellen.

Zu diesem Zweck haben sich Kommunisten der verschiedensten Nationalität in London versammelt und das folgende Manifest entworfen, das in englischer, französischer, deutscher, italienischer, flämischer und dänischer Sprache veröffentlicht wird…


Friedrich Engels, Karl Marx: Manifest der Kommunistischen Partei, in der Version von 1890

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Und los gehts…

… mit dem Containern…